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Baubeheizung im Herbst und Winter

In früheren Jahren war die Beheizung von Winterbaustellen eine Selbstverständlichkeit – die einzusetzende Heiztechnik wurde vom Gesetzgeber im Zuge der sogenannten Winterbauförderung in manchen Perioden fast vollständig finanziert und der Ölpreis war vernachlässigbar niedrig. In den letzten 20 Jahren hat sich die Situation grundlegend gewandelt. Winterbaubeheizung ist zu einem sichtbaren Kostenfaktor geworden und so muss man heutzutage die Kosten-Nutzen-Frage stellen. Dies wiederum führt zur Frage, welche Technik am besten wie eingesetzt werden sollte.

Das Thema Winterbaubeheizung stellt sich in der Hauptsache während der Rohbauphase, also solange das fest installierte Heizsystem, in der Regel warmwasserbasiert, noch nicht funktionsfähig ist. Die in der Rohbauphase tätige Bauindustrie kauft heutzutage die Winterbaubeheizung in der Regel als Leistung zu, wobei sich die Kosten seitens der Subunternehmer in der Regel aus der Logistik – also Aufstellen, Versetzen, Abbauen – den Mietkosten der Geräte und, von Fall zu Fall, den Energiekosten zusammensetzen. Typischerweise machen die im Fall von Öl vom Bauunternehmen zu bezahlenden Energiekosten inzwischen den Großteil der Gesamtrechnung aus. Daher kommt es in der Hauptsache auf die Kosten der Energie an sowie auf die Effizienz der eingesetzten Technik. Also auf das Verhältnis zwischen der verbrauchten Energie und Energie, die für die Erwärmung des Bauobjekts zur Verfügung steht. Wir bieten hierfür HEYLO Ölheizer, welche mit ihrem hohen Wirkungsgrad und geringem Energieverbrauch punkten. Aber auch im Elektrobereich haben wir die komplette Auswahl von 2 bis 30 kW. Die Elektroheizer sind sehr robust und für höchste Ansprüche gedacht.

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Was also nutzt eine Winterbaubeheizung?

Zum einen sichert Baubeheizung den Baufortschritt. Wenn während längerer Kälteperioden der Baufortschritt stockt, können die daraus entstehenden Kosten ein Vielfaches der Kosten der Baubeheizung ausmachen. Diese Kosten trägt die Baufirma und kann sie – da in der Ausschreibung nicht vorgesehen – nicht an den Bauherrn weitergeben.

Den Bauherrn treffen ohne Baubeheizung ferner Kosten, die noch deutlich höher sind als die bereits aufgeführten. Wir sprechen von zumindest erhöhten Heizkosten in den ersten beiden Jahren nach Fertigstellung des Baus, bis zu den Kosten einer eventuellen Schimmelpilzsanierung, wenn sich aufgrund von Feuchtigkeit nach Fertigstellung Schimmelpilz entwickelt. Die physikalischen Zusammenhänge lassen sich wie folgt erläutern: Während der Rohbauphase werden in das Gebäude, zum Beispiel über den Estrich und den Putz, erhebliche Mengen Wasser eingebracht.

Auf einer Wohnfläche von 120 m² sind am Ende der Bauzeit ca. 1.500 Liter überschüssiges Wasser enthalten bzw. bis zu 200 Liter pro m³ Baustoff je nach Baustoffart. Feuchtes Mauerwerk hat geringere Isolierwerte als trockenes Mauerwerk. Daher muss in der kalten Jahreszeit stärker geheizt werden, bis das Mauerwerk auf ein Gleichgewichtsniveau ausgetrocknet ist. Die Heizkosten können je nach Situation in den ersten beiden Jahren nach Fertigstellung bei mangelnder Baubeheizung und Lüftung mehr als das Doppelte des üblichen Wertes erreichen. In modernen Bauten, die nach neuester Gesetzgebung mit Niedrigtemperatur-Heizsystemen ausgestattet sind, kann es sein, dass das Gebäude nie den notwendigen Trocknungsgrad erreicht und sich eine Schimmelpilzproblematik entwickelt – mit entsprechenden Gesundheits- und Kostenfolgen.

Nun lässt sich zwar sagen, dass die hier beschriebenen Problemfelder für die Bauindustrie nicht relevant sind, da sie letztlich nur den Bauherrn betreffen, allerdings lässt sich im heutigen Umfeld eine solche Argumentation nicht ernsthaft vertreten. Eine Baubeheizung, falls notwendig in Verbindung mit technischer Trocknung, kann dem Bauherrn im späteren Verlauf nach Fertigstellung des Bauwerks viel Ärger und Kosten ersparen.

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